DATEV-Schnittstelle programmieren lassen
Wir programmieren DATEV-Schnittstellen, die Buchungen und Belege aus Ihrem Shop, Ihrer Warenwirtschaft oder Ihrer Branchensoftware automatisch an DATEV übergeben. Je nach Fall nutzen wir das DATEV-Format für den Import in DATEV Rechnungswesen oder die Online-APIs von DATEV. Ihre Steuerkanzlei erhält vollständige, geprüfte Daten statt Exporte per Hand.
Das Problem: Daten für die Steuerkanzlei von Hand aufbereiten
In vielen Betrieben sieht der Monatsabschluss so aus: Jemand lädt aus dem Shop oder der Warenwirtschaft einen Export herunter, sortiert Spalten in Excel um, ergänzt Konten und schickt die Datei an die Kanzlei. Belege werden zusätzlich als PDF hochgeladen oder per E-Mail verschickt. Die Kanzlei fragt nach, weil Gutschriften fehlen, Steuersätze nicht passen oder Zahlungen keiner Rechnung zugeordnet werden können.
Das kostet auf beiden Seiten Zeit, und es entstehen Fehler, die erst bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung auffallen. Hinzu kommt: Wer den Export kennt, ist oft eine einzige Person. Fällt sie aus, bleibt die Buchhaltung liegen.
Wie wir Daten an DATEV übergeben
DATEV bietet mehrere Wege an. Welcher passt, hängt davon ab, was Ihre Kanzlei nutzt und welche Daten übergeben werden sollen.
DATEV-Format (EXTF)
Buchungsstapel und Stammdaten als CSV-Datei im DATEV-Format. Die Kanzlei importiert sie über die Stapelverarbeitung in DATEV Rechnungswesen. Für diesen Weg ist keine Freischaltung durch DATEV nötig.
Belege an DATEV Unternehmen online
Über die Online-API „accounting:documents“ lassen sich Rechnungen und Kassenbelege direkt in den Bereich „Belege online“ übertragen, wo die Kanzlei sie weiterverarbeitet.
Weitere Online-APIs
Für bestimmte Datenservices stellt DATEV weitere Schnittstellen bereit. Für deren Nutzung sind eine Registrierung im DATEV-Entwicklerportal und ein kostenpflichtiges Onboarding-Paket bei DATEV nötig, DATEV prüft die Umsetzung technisch.
Wie der Zugang zu den Online-APIs abläuft, beschreiben wir im Ratgeber DATEV-API-Zugang. Wenn ein Weg eine Freischaltung braucht, die nicht sicher zu bekommen ist, sagen wir das im Check und planen mit dem Dateiweg.
Was die Schnittstelle intern tut
Die Schnittstelle liest Bestellungen, Rechnungen, Gutschriften und Zahlungen aus dem Quellsystem. Daraus erzeugt sie einen Buchungsstapel mit Konto, Gegenkonto, Steuerschlüssel, Belegnummer und Buchungstext. Die Kontenzuordnung legen wir gemeinsam mit Ihrer Kanzlei fest, zum Beispiel je Steuersatz, Land oder Zahlungsart. Vor jeder Übergabe prüft die Schnittstelle Pflichtfelder und Summen. Unstimmige Datensätze werden nicht stillschweigend übergangen, sondern landen mit Begründung in einer Fehlerliste.
Jede Übertragung wird protokolliert. Sie sehen, welche Belege in welchem Stapel stecken, und jeder Beleg wird nur einmal übertragen, auch wenn ein Lauf wiederholt werden muss.
- Ausgangsrechnung wird zu Buchungssatz täglich
- Gutschrift und Storno werden zu Gegenbuchungen täglich
- Zahlung wird der Rechnung zugeordnet und gebucht täglich
- Kunde wird als Debitor übergeben bei Neuanlage
- Belegbild geht als PDF an Belege online bei Erstellung
Typische Datenobjekte
| Objekt | Wofür | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Rechnungen und Gutschriften | Erlösbuchungen | richtige Steuerschlüssel, auch bei Lieferungen ins Ausland |
| Zahlungen | Ausgleich offener Posten | Zuordnung bei Teilzahlungen und Gebühren von Zahlungsanbietern |
| Debitoren und Kreditoren | Personenkonten | feste Nummernkreise, keine doppelten Konten |
| Belegbilder | Nachweis zur Buchung | Verknüpfung über Belegnummer |
Wann fertige Lösungen reichen
Viele Shops und Warenwirtschaften haben einen DATEV-Export eingebaut oder als Erweiterung im Angebot. Wenn Sie wenige Vorgänge haben, nur einen Verkaufskanal nutzen und Ihre Kanzlei mit dem Export zufrieden ist, brauchen Sie keine eigene Schnittstelle. Auch Partnerlösungen auf dem DATEV-Marktplatz decken verbreitete Programme ab.
Eine eigene Schnittstelle lohnt sich, wenn der Export Lücken hat: wenn Zahlungen verschiedener Anbieter zugeordnet werden müssen, mehrere Shops oder Marktplätze zusammenkommen, Ihre Kanzlei eine bestimmte Kontierung erwartet oder das Quellsystem gar keinen DATEV-Export kennt. Dann bauen wir genau die Regeln, die Ihnen fehlen. Eine Entscheidungshilfe bietet der Ratgeber Connector oder individuell.
Passende Verbindungen
Für häufige Kombinationen haben wir eigene Seiten mit Datenobjekten und Grenzen der Standardlösungen: Shopware und DATEV, Shopify und DATEV, JTL-Wawi und DATEV sowie Business Central und DATEV. Was DATEV technisch anbietet, fasst die Seite DATEV zusammen.
Ablauf
Im kostenlosen Check (30 Minuten) klären wir Quellsystem, Datenumfang und den Weg zu DATEV. Ihre Kanzlei kann gern dabei sein. Innerhalb von 3 Werktagen erhalten Sie ein Festpreis-Angebot. Die Umsetzung dauert meist 2 bis 4 Wochen. Vor dem Livegang importiert Ihre Kanzlei einen Teststapel und gibt die Kontierung frei. Details stehen unter Ablauf und Preise. Den laufenden Betrieb beschreibt Betrieb und Monitoring.
Häufige Fragen
Kann die Kanzlei die Daten ohne Nacharbeit übernehmen?
Das ist das Ziel. Deshalb stimmen wir die Kontierung vorab mit der Kanzlei ab und lassen einen Teststapel importieren. Fälle, die nicht eindeutig sind, landen in einer Fehlerliste statt ungeprüft im Stapel.
Werden Belegbilder übertragen oder nur Buchungssätze?
Beides ist möglich. Buchungssätze übergeben wir als Buchungsstapel, Belegbilder können über die DATEV-Schnittstelle für Belege an DATEV Unternehmen online gehen. Welcher Umfang sinnvoll ist, klären wir mit Ihrer Kanzlei.
Läuft die Übertragung automatisch oder per Export?
Die Schnittstelle erzeugt die Daten automatisch nach festem Takt. Beim Dateiweg liegt der Stapel bereit und wird von der Kanzlei importiert. Bei Belegen über die Online-API landen sie direkt bei DATEV.
Brauche ich einen Zugang zur DATEV-API?
Für den Dateiweg nicht. Für die Online-APIs sind eine Registrierung, ein kostenpflichtiges Onboarding-Paket und eine technische Prüfung durch DATEV nötig. Wir sagen Ihnen im Check, ob der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht.
Wie werden Zahlungen von PayPal, Stripe oder Klarna zugeordnet?
Die Schnittstelle gleicht Zahlungen über Bestell- oder Rechnungsnummer ab und bucht Gebühren getrennt. Wie das im Einzelfall aussieht, hängt davon ab, welche Daten der Zahlungsanbieter liefert.
Quellen
- DATEV Hilfe-Dokument 1034038: Buchungsstapel und Stammdaten im DATEV-Format importieren, abgerufen am 20.10.2026
- DATEV Developer Portal: accounting:documents, abgerufen am 21.10.2026
- DATEV-Marktplatz: Partnerlösungen, abgerufen am 20.10.2026
- DATEV Developer Portal: Ablauf einer Cloud Integration, abgerufen am 21.10.2026
- DATEV Developer Portal: Hilfe und Support, abgerufen am 21.10.2026
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