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JTL-Wawi mit DATEV verbinden

JTL-Wawi übergab Rechnungsdaten lange über den DATEV Rechnungsdatenservice 2.0. DATEV stellt diesen Dienst zum 31.12.2026 ein und nennt für JTL-Kunden den Buchungsdatenservice als Nachfolger. Umgesetzt wird er über die Lösung JTL2DATEV von JERA. Wer damit gut fährt, braucht nichts Eigenes. Eine eigene Schnittstelle hilft, wenn Debitoren, Zahlungen oder mehrere Firmen aus der Wawi sauber in DATEV ankommen sollen.

Welche Daten von JTL-Wawi nach DATEV fließen

  1. Ausgangsrechnung wird Buchungssatz mit Debitor, Erlöskonto und Steuerschlüssel täglich
  2. Rechnungskorrektur wird Gegenbuchung zur ursprünglichen Rechnung täglich
  3. Zahlungseingang aus dem Zahlungsabgleich der Wawi wird Ausgleich des offenen Postens täglich
  4. Kunde wird Debitor mit fester Kontonummer und Anschrift bei Neuanlage und Änderung
  5. Eingangsrechnung aus der Beschaffung wird Kreditorenbuchung täglich
  6. Rechnungs-PDF wird Belegbild mit Belegnummer mit dem Buchungssatz

Was es für JTL-Wawi und DATEV schon gibt

DATEV hat angekündigt, den Rechnungsdatenservice 2.0 zum 31.12.2026 einzustellen. Bestellen lässt er sich seit dem 01.01.2026 nicht mehr. Für JTL-Kunden war laut DATEV im ersten Quartal 2026 der Wechsel auf den DATEV Buchungsdatenservice geplant. Ein JTL-Servicepartner schreibt, die neue Schnittstelle stamme von JERA und stehe ab der Edition JTL Advanced bereit.

Laut einer DATEV-Mitarbeiterin in der DATEV-Community bindet JERA, inzwischen Teil der JTL-Gruppe, die Wawi mit der Lösung JTL2DATEV über den Buchungsdatenservice an. Dieser Dienst ist laut DATEV für Vorsysteme gedacht, die selbst Buchungssätze bilden, und überträgt sie zusammen mit den digitalen Belegbildern über das DATEV-Rechenzentrum. Wenn Ihre Edition passt und der Steuerberater mit dem Ergebnis zufrieden ist, ist das der naheliegende Weg.

Wo der Standard aufhört

  • Debitoren kommen nicht mit

    In der DATEV-Community berichtete ein Nutzer 2023, beim Rechnungsdatenservice 2.0 laufe der Import aus JTL, Debitorenkonten würden aber nicht übertragen. Laut dem Thread verweist JTL selbst darauf, dass der Steuerberater nacharbeiten muss.

  • Keine Einzeldebitoren

    Ein DATEV-Mitarbeiter schrieb im selben Thread, JTL übergebe über den Rechnungsdatenservice 2.0 keine Debitorenkonten, und empfahl Sammeldebitoren. Ob der neue Weg über den Buchungsdatenservice das ändert, sollten Kanzleien mit Einzeldebitoren vorab prüfen.

  • Edition und Kosten

    Wenn die neue Schnittstelle eine höhere JTL-Edition voraussetzt, ist der Wechsel eine Lizenzfrage. Für kleine Händler kann ein schlanker eigener Export günstiger sein als das Upgrade.

  • Mehrere Firmen in einer Wawi

    Führt die Wawi mehrere Firmen, braucht jede einen eigenen DATEV-Mandanten mit eigenem Stapel und eigenen Konten. Das muss die Übergabe sauber trennen.

  • Steuerschlüssel für EU-Lieferungen

    Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen und OSS-Umsätze brauchen eigene Steuersätze und Schlüssel in der Wawi. Fehlen sie in der Wawi, landet der Umsatz auf dem falschen Konto, und die Kanzlei muss umbuchen.

So bauen wir die Schnittstelle

JTL-Seite: Wir lesen bevorzugt über die JTL-Wawi API, die es als REST-Schnittstelle für die lokale Installation und für die Cloud gibt. Die Anwendung wird dort mit App-ID und API-Schlüssel registriert. Wo die API ein Feld nicht liefert, lesen wir lesend aus der Datenbank der Wawi, die auf Microsoft SQL Server läuft, und zwar nur über eigene Sichten ohne Schreibrechte. Steht die Wawi auf einem Server in Ihrem Büro, läuft ein kleiner Dienst im lokalen Netz und überträgt verschlüsselt.

DATEV-Seite: Buchungen gehen als Buchungsstapel im DATEV-Format. Debitoren übergeben wir in der eigenen Stammdatendatei des DATEV-Formats, damit Name und Anschrift beim Steuerberater ankommen. Ob die Dateien zur Kanzlei gehen oder online übertragen werden, hängt von der DATEV-Bestellung des Mandanten ab. Der Ratgeber DATEV API Zugang erklärt die Wege.

Kontrolle: Vor jedem Export prüft die Schnittstelle, ob jede Rechnung einen Steuerschlüssel und jeder Kunde eine Debitorennummer hat. Lücken werden gemeldet, bevor der Stapel entsteht. Das Protokoll hält fest, welche Rechnung in welchem Stapel war.

Ablauf und Preisrahmen

Ein kostenloser Check von 30 Minuten klärt Edition, Firmen, Kontenrahmen und die Wünsche Ihrer Kanzlei. Danach kommt in 3 Werktagen ein Festpreis. Die Verbindung von JTL-Wawi zu DATEV startet ab 1.900 € netto und ist meist nach 2 bis 4 Wochen live. Siehe Ablauf und Preise.

Häufige Fragen

Was ändert das Ende des Rechnungsdatenservice 2.0 für mich?

Ab 2027 kommen über diesen Dienst keine Daten mehr in DATEV an. Sie brauchen bis dahin einen anderen Weg, etwa den Buchungsdatenservice über JTL2DATEV von JERA oder eine eigene Übergabe im DATEV-Format.

Werden Debitoren mit Namen und Anschrift übertragen?

Bei unserer Schnittstelle ja, über die Stammdatendatei des DATEV-Formats. Bei fertigen Lösungen sollten Sie das mit einem Testexport prüfen.

Kommen auch Zahlungen aus dem Zahlungsabgleich der Wawi mit?

Ja. Wir übertragen den Ausgleich je Rechnung mit Datum und Zahlungsart, damit die offenen Posten in DATEV stimmen.

Läuft das auch, wenn die Wawi lokal installiert ist?

Ja. Ein Dienst im lokalen Netz liest die Daten und überträgt sie verschlüsselt. Ports nach außen müssen dafür nicht geöffnet werden.

Muss ich dafür meine JTL-Edition wechseln?

Für eine eigene Schnittstelle nicht. Für fertige Lösungen gelten die Voraussetzungen des jeweiligen Anbieters.

Quellen

Passend dazu

Stand: 21.10.2026

Kontakt

Welche Programme sollen miteinander reden?

Porträt von Benjamin Kopka

Benjamin Kopkaführt Ihren Schnittstellen-CheckAntwort innerhalb eines Werktags

  1. Hallo! Welche Programme sollen miteinander reden?
  2. Shopware und DATEV. Wir tippen jede Rechnung von Hand ab.
  3. Das verbinden wir direkt: Rechnungen, Gutschriften und Zahlungen landen automatisch als Buchungsstapel in DATEV.
  4. Was kostet das?
  5. Nach 30 Minuten Check bekommen Sie in drei Werktagen einen Festpreis. Der Code gehört Ihnen.

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