Was kostet eine Schnittstelle?
Der Preis einer Schnittstelle hängt vor allem davon ab, wie viele Systeme und Datenobjekte beteiligt sind, ob Daten in eine oder beide Richtungen fließen und wie gut die APIs der Systeme sind. Bei myInterface kostet eine einfache Verbindung zwischen zwei Systemen ab 1.900 € netto, Projekte mit mehreren Systemen ab 4.900 € netto, der Betrieb ab 149 € im Monat.
Auf dieser Seite finden Sie die acht wichtigsten Kostentreiber, die üblichen Kostenmodelle im Vergleich und ein Denkmodell für die Gesamtkosten über drei Jahre. Am Ende steht eine Checkliste, mit der Sie Angebote vergleichbar machen.
Wovon hängt der Preis einer Schnittstelle ab?
Eine Schnittstelle ist kein Produkt von der Stange. Zwei Projekte mit denselben Systemen können sehr unterschiedlich viel Arbeit machen. Diese acht Punkte bestimmen den Aufwand am stärksten:
1. Anzahl der Systeme
Zwei Systeme sind der einfachste Fall. Jedes weitere System bringt eigene Zugänge, Datenformate und Tests mit. Bei drei oder mehr Systemen muss außerdem geklärt werden, welches System für welche Daten führend ist.
2. Anzahl der Datenobjekte
Bestellungen, Rechnungen, Kunden, Artikel, Bestände, Zahlungen: Jedes Objekt braucht ein eigenes Datenmapping, eigene Regeln und eigene Tests. Ein Objekt ist schnell gebaut, fünf Objekte sind ein anderes Projekt.
3. Richtung des Datenflusses
Fließen Daten nur von A nach B, ist die Logik überschaubar. Bei einer bidirektionalen Schnittstelle kommen Konfliktregeln hinzu: Was gilt, wenn derselbe Datensatz in beiden Systemen geändert wurde?
4. Qualität der API
Eine gut dokumentierte API mit Testumgebung spart Zeit. Lückenhafte Dokumentation, enge Abruflimits oder fehlende Felder kosten Zeit. Hat ein System gar keine API, läuft die Anbindung über Dateien, Datenbank oder Export. Das ist machbar, braucht aber mehr Analyse.
5. Sonderlogik
Rabatte, Teillieferungen, Gutschriften, Varianten, abweichende Steuersätze, mehrere Währungen oder Kanäle. Genau hier hören fertige Connectoren meist auf, und genau hier entsteht der größte Teil des Aufwands.
6. Datenmenge und Takt
Zehn Bestellungen am Tag stellen andere Anforderungen als zehntausend. Große Mengen brauchen Stapelverarbeitung, Rücksicht auf Abruflimits und mehr Tests. Echtzeit über Webhooks ist aufwendiger als ein Abgleich einmal pro Stunde.
7. Fehlerbehandlung
Was passiert, wenn ein System nicht erreichbar ist oder ein Datensatz abgelehnt wird? Wiederholversuche, Protokolle, Benachrichtigungen und Schutz vor doppelten Buchungen kosten Entwicklungszeit. Sie entscheiden aber darüber, ob die Schnittstelle im Alltag verlässlich läuft.
8. Betrieb
Nach dem Livegang braucht die Schnittstelle Hosting, Überwachung und Anpassungen, wenn ein Hersteller seine API ändert. Diese Kosten fallen jeden Monat an und gehören in jeden Vergleich.
Was macht eine Schnittstelle günstiger, was teurer?
| Kostentreiber | Eher günstig | Eher aufwendig |
|---|---|---|
| Systeme | zwei Systeme | drei oder mehr Systeme |
| Datenobjekte | ein bis zwei Objekte | viele Objekte mit Abhängigkeiten |
| Richtung | nur A nach B | in beide Richtungen mit Konfliktregeln |
| API | dokumentierte API mit Testumgebung | keine API, nur Datei oder Datenbank |
| Sonderlogik | Standardfälle | Rabatte, Teillieferungen, Gutschriften, Varianten |
| Datenmenge | wenige Datensätze, fester Takt | große Mengen oder Echtzeit |
| Fehlerbehandlung | einfache Protokollierung | Wiederholversuche, Benachrichtigung, Schutz vor Dubletten |
| Betrieb | stabile APIs, seltene Änderungen | häufige Updates der beteiligten Systeme |
Welche Kostenmodelle gibt es?
Für dieselbe Aufgabe gibt es vier übliche Wege. Sie unterscheiden sich weniger im Preis für den ersten Monat als in der Frage, wer das Risiko trägt und was Ihnen am Ende gehört.
Eigenbau im eigenen Team
Ihre IT oder ein Entwickler im Haus baut die Schnittstelle. Es gibt keine Rechnung von außen, aber interne Arbeitszeit, die anderswo fehlt. Das Wissen hängt oft an einer Person. Fällt sie aus, steht die Schnittstelle im Zweifel still.
Agentur oder Freelancer nach Stundensatz
Abgerechnet wird nach Aufwand. Das ist flexibel, wenn der Umfang noch unklar ist. Das Risiko für Mehraufwand liegt aber bei Ihnen. Fragen Sie nach, ob Betrieb und Anpassungen nach dem Livegang enthalten sind und wem der Code gehört.
iPaaS-Abo (Zapier, Make, n8n, Power Automate)
Sie zahlen ein monatliches Abo, das sich nach der Nutzung richtet. Zapier zählt Tasks: Jeder erfolgreich ausgeführte Schritt eines Ablaufs ist ein Task. Der Tarif Professional beginnt laut Preisseite bei 19,99 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung für 750 Tasks im Monat (Stand 20.10.2026). Make rechnet in Credits, in der Regel ein Credit je ausgeführtem Modul. Power Automate Premium kostet laut Microsoft 15 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung (Stand 20.10.2026). n8n lässt sich als Community Edition kostenlos selbst betreiben. Dann tragen Sie Server, Updates und Wartung selbst. Mehr dazu im Ratgeber Zapier-Alternative.
Fertiger Connector oder Plugin
Für viele Kombinationen gibt es Apps und Plugins zu festen Monats- oder Einmalpreisen. Sie sind schnell eingerichtet und oft die günstigste Lösung, solange Ihr Fall dem Standard entspricht. Teuer wird es, wenn Sie um die Grenzen des Plugins herumarbeiten müssen. Wann ein Connector reicht, lesen Sie unter Connector oder individuelle Schnittstelle.
| Modell | Abrechnung | Einmalig | Laufend | Wem gehört die Lösung? | Passt, wenn |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenbau | interne Arbeitszeit | Entwicklungszeit | Wartung, Hosting | Ihnen | Sie eigene Entwickler mit Zeit haben |
| Agentur nach Stundensatz | nach Aufwand | offen bis zur Abnahme | je nach Vertrag | je nach Vertrag | der Umfang noch unklar ist |
| iPaaS-Abo | pro Task, Credit, Ausführung oder Nutzer | gering | steigt mit der Nutzung | Abläufe liegen beim Anbieter | Volumen klein, Ablauf einfach |
| Fertiger Connector | Lizenz oder Monatspreis | gering | Lizenz | dem Hersteller | Ihr Fall dem Standard entspricht |
| Direkte Schnittstelle zum Festpreis | Festpreis plus Betriebsabo | fest vereinbart | fester Monatsbetrag | Ihnen (Code) | Sonderlogik, Volumen oder Datenschutz wichtig sind |
Was kostet eine Schnittstelle bei myInterface?
Wir programmieren direkte Schnittstellen von System A nach System B. Kein Hub, keine Plattform dazwischen. Der Preis steht vorher fest:
- Einfache Verbindung zwischen zwei Systemen: ab 1.900 € netto
- Projekte mit mehreren Systemen: ab 4.900 € netto
- Betrieb mit Hosting in Deutschland und Überwachung: ab 149 € im Monat, monatlich kündbar
Vor dem Angebot steht ein kostenloser Schnittstellen-Check von 30 Minuten. Danach erhalten Sie in 3 Werktagen ein Festpreis-Angebot. Die Umsetzung dauert meist 2 bis 4 Wochen. Der Code gehört Ihnen. Einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) nach DSGVO schließen wir mit Ihnen ab. Wie ein Projekt abläuft, steht unter Ablauf und Preise.
Wie rechnet man die Gesamtkosten über drei Jahre?
Der Preis für den Start sagt wenig. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Sie die Kosten über einen längeren Zeitraum betrachten. Drei Jahre sind ein guter Rahmen, weil sich in dieser Zeit meist mindestens ein beteiligtes System ändert.
Das Denkmodell:
Gesamtkosten = Einmalkosten + 36 × laufende Monatskosten + interne Zeit + Anpassungen + Kosten von Ausfällen
- Einmalkosten: Entwicklung, Einrichtung, Tests, Datenübernahme.
- Laufende Monatskosten: Abo, Lizenz, Hosting oder Betriebsvertrag. Bei nutzungsabhängigen Tarifen mit dem erwarteten Volumen in drei Jahren rechnen, nicht mit dem heutigen.
- Interne Zeit: Wer pflegt die Abläufe, prüft Fehler und korrigiert Daten von Hand? Diese Stunden fallen auch bei günstigen Tools an.
- Anpassungen: Neue Felder, neue Steuersätze, API-Versionen, die der Hersteller abschaltet.
- Ausfälle: Was kostet ein Tag, an dem keine Bestellungen ins ERP oder keine Buchungen zum Steuerberater fließen?
Ein Rechenbeispiel mit unseren Startpreisen: Eine einfache Verbindung mit Betrieb kostet über drei Jahre rechnerisch mindestens 1.900 € + 36 × 149 € = 7.264 € netto. Diese Zahl ist eine Untergrenze, kein Angebot. Setzen Sie für jede Alternative dieselben fünf Posten ein. Erst dann sehen Sie, welches Modell für Ihr Volumen und Ihre Sonderfälle günstiger ist.
Checkliste: Was gehört in ein Angebot für eine Schnittstelle?
- Welche Systeme sind beteiligt, mit Version und Tarif?
- Welche Datenobjekte fließen, in welche Richtung und in welchem Takt?
- Welche Sonderfälle sind ausdrücklich enthalten (Gutschriften, Teillieferungen, Rabatte, Währungen)?
- Ist das Datenmapping schriftlich festgehalten und von Ihnen freigegeben?
- Wie werden Fehler erkannt, gemeldet und behoben?
- Festpreis oder Abrechnung nach Aufwand? Was passiert bei Mehraufwand?
- Was kostet der Betrieb im Monat, und was ist darin enthalten?
- Wer passt die Schnittstelle an, wenn ein Hersteller seine API ändert, und zu welchen Kosten?
- Wem gehört der Code? Bekommen Sie ihn samt Dokumentation?
- Wo wird gehostet, und gibt es einen AVV nach DSGVO?
- Kündigungsfrist des Betriebs und was Sie bei Kündigung erhalten.
Wie lassen sich die Kosten senken?
Klären Sie vor dem Angebot, welches System für welche Daten führend ist. Starten Sie mit den Datenobjekten, die heute die meiste Handarbeit machen, und ergänzen Sie den Rest später. Prüfen Sie ehrlich, ob ein fertiger Connector Ihren Fall abdeckt. Wenn ja, ist er fast immer günstiger. Und halten Sie Beispieldaten bereit, besonders die unschönen Fälle. Sie sparen in der Analyse die meiste Zeit.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Schnittstelle zwischen zwei Systemen?
Bei myInterface ab 1.900 € netto einmalig, dazu der Betrieb ab 149 € im Monat. Der genaue Festpreis hängt von Datenobjekten, Richtung, API und Sonderlogik ab und steht vor Projektbeginn fest.
Warum gibt es keine Pauschalpreise für jede Kombination?
Weil zwei Projekte mit denselben Systemen sehr unterschiedlich sein können. Ein Shop mit wenigen Standardbestellungen braucht weniger Logik als einer mit Gutschriften, Teillieferungen und mehreren Währungen. Deshalb nennen wir Startpreise und einen Festpreis nach dem Schnittstellen-Check.
Ist Zapier günstiger als eine eigene Schnittstelle?
Bei wenigen Vorgängen und einfachen Abläufen oft ja. Weil Zapier nach Tasks abrechnet, steigen die Kosten mit dem Volumen. Rechnen Sie die erwarteten Tasks über drei Jahre und vergleichen Sie mit Festpreis plus Betrieb.
Welche laufenden Kosten fallen nach dem Livegang an?
Hosting, Überwachung, Fehlerbehebung und Anpassungen an neue API-Versionen. Manche Hersteller setzen außerdem einen bestimmten Tarif voraus, damit die API nutzbar ist. Das gehört in die Kalkulation.
Was kostet eine Schnittstelle zu einem System ohne API?
Meist mehr als mit einer guten API, weil Dateiformate, Datenbankzugriff oder Exporte erst analysiert werden müssen. Machbar ist es fast immer. Details unter Anbindung ohne API.
Wie schnell bekomme ich einen Preis?
Nach dem kostenlosen Schnittstellen-Check von 30 Minuten erhalten Sie in 3 Werktagen ein Festpreis-Angebot.
Quellen
- Zapier: Pricing, abgerufen am 20.10.2026
- Make Help Center: Credits, abgerufen am 20.10.2026
- Microsoft: Power Automate pricing, abgerufen am 20.10.2026
- n8n Docs: Choose your n8n, abgerufen am 20.10.2026
Passend dazu
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Direkte Verbindung zwischen zwei Systemen, Festpreis nach kostenlosem Check, Code gehört Ihnen.
Ablauf und Preise
Vier Schritte vom kostenlosen Check bis zum Betrieb, mit Festpreis und monatlich kündbarem Abo.
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Zapier, Make, n8n und Power Automate fair eingeordnet. Wann eine direkte Schnittstelle die bessere Wahl ist.
Connector oder individuell?
Kriterien und Checkliste für die Wahl zwischen fertigem Connector und individueller Schnittstelle.
Betrieb und Monitoring
Hosting in Deutschland, Monitoring, Alarm und Hinweis auf API-Änderungen. Monatlich kündbar.
