Zum Inhalt springen
myInterface.io

Connector oder individuelle Schnittstelle?

Ein fertiger Connector oder ein Plugin reicht, wenn Ihr Ablauf dem Standard entspricht, die benötigten Felder abgedeckt sind und das Volumen zur Lizenz passt. Eine individuelle Schnittstelle lohnt sich, wenn Sonderfälle wie Gutschriften, Teillieferungen oder Varianten wichtig sind, ein System keine API hat oder Sie den Code selbst besitzen wollen.

Für fast jede verbreitete Kombination aus Shop, Warenwirtschaft, CRM und Buchhaltung gibt es fertige Apps und Plugins. Das ist gut so. Diese Seite hilft Ihnen, ehrlich zu prüfen, ob ein fertiger Connector Ihren Fall abdeckt, bevor Sie Geld für eine eigene Entwicklung ausgeben.

Was ist der Unterschied?

Ein Connector oder Plugin ist ein fertiges Produkt eines Herstellers oder Drittanbieters. Er verbindet zwei bestimmte Systeme nach festen Regeln und wird über Einstellungen angepasst. Sie zahlen eine Lizenz oder eine Monatsgebühr.

Eine individuelle Schnittstelle wird für Ihren Ablauf programmiert. Sie bildet genau Ihre Datenobjekte, Regeln und Sonderfälle ab. Sie zahlen für die Entwicklung und den Betrieb. Bei myInterface gehört Ihnen der Code.

Dazwischen liegen iPaaS-Werkzeuge wie Zapier oder Make, mit denen Sie Abläufe selbst zusammenklicken. Den Vergleich dazu finden Sie im Ratgeber Zapier-Alternative.

Wann reicht ein fertiger Connector?

  • Standardablauf

    Bestellungen und Rechnungen laufen ohne Ausnahmen. Keine Teillieferungen, keine Gutschriften außer der Reihe, eine Währung, ein Verkaufskanal.

  • Felder sind abgedeckt

    Alle Felder, die Sie im Zielsystem brauchen, überträgt der Connector bereits. Sie müssen keine Werte von Hand nachtragen.

  • Hersteller pflegt aktiv

    Der Connector bekommt regelmäßig Updates und unterstützt die aktuellen Versionen beider Systeme.

  • Kosten passen

    Die Lizenz bleibt auch bei wachsendem Volumen bezahlbar, und Sie brauchen keine teuren Zusatzmodule.

Wenn alle vier Punkte zutreffen, nehmen Sie den Connector. Er ist schneller eingerichtet und fast immer günstiger als eine eigene Entwicklung.

Wann ist eine individuelle Schnittstelle besser?

  • Sonderfälle sind Alltag

    Gutschriften, Teillieferungen, Rabattstaffeln, Varianten, mehrere Lager oder abweichende Steuersätze. Genau hier hören viele Connectoren auf.

  • Ein System hat keine API

    Altsysteme, Branchensoftware oder Datenbanken ohne Schnittstelle lassen sich mit fertigen Produkten kaum anbinden. Mehr dazu unter Anbindung ohne API.

  • Mehr als zwei Systeme

    Shop, Warenwirtschaft und Buchhaltung sollen zusammenarbeiten. Mit drei Connectoren entstehen drei Regelwerke, die sich widersprechen können.

  • Kontrolle und Eigentum

    Sie wollen nicht von der Preispolitik oder dem Fortbestand eines Plugins abhängen. Siehe Vendor-Lock-in.

Kriterien im Vergleich

KriteriumFertiger ConnectorIndividuelle Schnittstelle
StartStunden bis Tagemeist 2 bis 4 Wochen
Kosten am AnfanggeringFestpreis, ab 1.900 € netto bei zwei Systemen
Laufende KostenLizenz, oft nach Volumen oder TarifBetrieb ab 149 € im Monat
Sonderlogiknur, was der Hersteller vorsiehtnach Ihren Regeln
Systeme ohne APIselten möglichüber Datei, Datenbank oder Export
Updates der Systemeabhängig vom Hersteller des Connectorsim Betrieb enthalten oder vereinbart
EigentumLizenz beim HerstellerCode gehört Ihnen
Ansprechpartner bei FehlernSupport des HerstellersIhr Entwickler

Checkliste: So prüfen Sie einen Connector vor dem Kauf

  • Schreiben Sie Ihre fünf häufigsten Vorgänge auf, inklusive der unschönen Fälle. Spielen Sie jeden im Testzeitraum durch.
  • Prüfen Sie Feld für Feld, was im Zielsystem ankommt. Fehlt ein Feld, das der Steuerberater oder das Lager braucht?
  • Was passiert bei Stornos, Gutschriften und Teillieferungen?
  • Wie meldet der Connector Fehler? Sehen Sie, welcher Datensatz nicht übertragen wurde?
  • Wann kam das letzte Update? Werden die aktuellen Versionen beider Systeme unterstützt?
  • Lesen Sie Bewertungen gezielt nach Berichten über falsche Beträge, Konten oder doppelte Datensätze.
  • Rechnen Sie die Lizenz für das Volumen in drei Jahren hoch, nicht für das heutige.
  • Klären Sie, wo der Anbieter die Daten verarbeitet und ob er einen AVV anbietet.
  • Fragen Sie, was mit Ihren Daten und Einstellungen passiert, wenn Sie kündigen oder das Produkt eingestellt wird.

Wo fertige Connectoren typischerweise an Grenzen stoßen

Die Grenzen liegen selten beim ersten Datenobjekt. Bestellungen kommen fast immer an. Schwierig wird es bei den Informationen, die sich nach der Bestellung ändern oder die nur in Ihrem Unternehmen eine Rolle spielen:

  • Statusänderungen: Zahlungsstatus, Versandstatus oder Stornos sollen zurück in das Ausgangssystem fließen. Viele Connectoren übertragen nur in eine Richtung.
  • Varianten und Sets: Artikel mit Größen, Farben oder Stücklisten werden im Shop anders abgebildet als in der Warenwirtschaft.
  • Buchungslogik: Gebühren von Zahlungsanbietern, Gutscheine, Versandkosten mit eigenem Steuersatz oder Lieferungen ins Ausland verlangen eigene Konten und Steuerschlüssel.
  • Eigene Felder: Kostenstellen, Projektnummern oder Freitextfelder, die Ihr Team nutzt, sind im Standard oft nicht vorgesehen.
  • Mehrere Kanäle: Shop, Marktplatz und Ladenkasse sollen in dieselbe Buchhaltung laufen, jeweils mit eigenen Regeln.

Prüfen Sie diese Punkte mit echten Beispieldaten. Eine Demo mit drei sauberen Testbestellungen zeigt selten, was im Monatsabschluss passiert.

Was Sie für die Entscheidung vorbereiten sollten

Für eine gute Entscheidung brauchen Sie keine technische Spezifikation. Es reichen drei Dinge: die Liste der beteiligten Systeme mit Version und Tarif, eine Beschreibung der Vorgänge, die heute von Hand laufen, und einige echte Beispiele, gern auch die schwierigen. Damit lässt sich im kostenlosen Schnittstellen-Check von 30 Minuten klären, ob ein vorhandener Connector reicht oder welcher Teil individuell gebaut werden sollte.

Woran Sie merken, dass der Connector nicht mehr reicht

Typische Zeichen sind wiederkehrende Handarbeit nach jeder Übertragung, Korrekturbuchungen beim Steuerberater, Tabellen, in denen jemand Abweichungen nachhält, und Workarounds, die nur eine Person versteht. Wenn Sie jede Woche Zeit in die Nacharbeit stecken, lohnt sich ein Blick auf die Gesamtkosten. Das Denkmodell dazu finden Sie unter Was kostet eine Schnittstelle?

Häufige Fragen

Ist ein fertiger Connector immer günstiger?

Am Anfang fast immer. Über mehrere Jahre hängt es von Lizenz, Volumen und der Handarbeit ab, die der Connector übrig lässt. Rechnen Sie beide Wege über drei Jahre.

Kann man einen Connector und eine eigene Schnittstelle kombinieren?

Ja. Der Connector deckt den Standard ab, eine eigene Schnittstelle ergänzt die Lücke. Wichtig ist, dass klar geregelt ist, welches System für welche Daten führend ist.

Was passiert, wenn der Hersteller den Connector einstellt?

Dann müssen Sie kurzfristig umsteigen. Bei einer individuellen Schnittstelle gehört Ihnen der Code, und sie läuft unabhängig von einem Drittprodukt weiter.

Wie lange dauert eine individuelle Schnittstelle?

Bei myInterface meist 2 bis 4 Wochen. Ein Festpreis-Angebot erhalten Sie in 3 Werktagen nach dem kostenlosen Schnittstellen-Check.

Sagen Sie auch, wenn ein Connector reicht?

Ja. Wenn ein fertiges Produkt Ihren Fall abdeckt, empfehlen wir es. Eine eigene Schnittstelle lohnt sich nur, wenn sie ein echtes Problem löst.

Passend dazu

Stand: 20.10.2026

Kontakt

Welche Programme sollen miteinander reden?

Porträt von Benjamin Kopka

Benjamin Kopkaführt Ihren Schnittstellen-CheckAntwort innerhalb eines Werktags

  1. Hallo! Welche Programme sollen miteinander reden?
  2. Shopware und DATEV. Wir tippen jede Rechnung von Hand ab.
  3. Das verbinden wir direkt: Rechnungen, Gutschriften und Zahlungen landen automatisch als Buchungsstapel in DATEV.
  4. Was kostet das?
  5. Nach 30 Minuten Check bekommen Sie in drei Werktagen einen Festpreis. Der Code gehört Ihnen.

Lieber per E-Mail? info@myinterface.io