Datenmapping
Datenmapping ist die Zuordnung der Felder und Werte eines Systems zu den Feldern und Werten eines anderen Systems. Es legt fest, was wohin übertragen wird und wie Daten unterwegs umgewandelt werden, etwa Steuersätze, Zahlungsarten oder Kontonummern.
Erklärung
Zwei Systeme beschreiben dieselbe Sache fast nie gleich. Der Shop kennt „Vorname“ und „Nachname“, die Buchhaltung nur „Name“. Der Shop speichert den Steuersatz als Zahl, die Buchhaltung erwartet einen Steuerschlüssel. Das Datenmapping hält für jedes Feld fest, woher der Wert kommt, wohin er geht und welche Regel dazwischen gilt.
Ein gutes Mapping umfasst drei Ebenen: die Feldzuordnung (welches Feld wohin), die Wertzuordnung (welcher Wert wird zu welchem, etwa „PayPal“ zu einem bestimmten Geldtransitkonto) und die Regeln für Sonderfälle (was passiert bei leeren Feldern, zu langen Texten oder unbekannten Werten). Es sollte schriftlich vorliegen und von den Fachleuten im Unternehmen freigegeben sein, bei Buchhaltungsdaten auch von der Kanzlei.
Beispiel aus dem Schnittstellen-Alltag
Bestellungen aus einem Shop sollen als Buchungen nach DATEV. Das Mapping legt fest: Bruttobetrag wird zu Umsatz, Bestellnummer zu Belegfeld 1, Bestelldatum zu Belegdatum. Erlöse mit 19 Prozent gehen auf ein anderes Erlöskonto als Erlöse mit 7 Prozent. Lieferungen ins EU-Ausland bekommen eigene Konten. Jede Zahlungsart erhält ein eigenes Gegenkonto. Erst wenn diese Tabelle steht, lässt sich die Schnittstelle sauber programmieren und testen.
Abgrenzung zu verwandten Begriffen
- Schnittstelle: die gesamte Verbindung. Das Datenmapping ist ihr Regelwerk.
- API: liefert die Felder, die gemappt werden. Was sie nicht liefert, kann kein Mapping erzeugen.
- Bidirektionale Schnittstelle: braucht ein Mapping für jede Richtung und zusätzlich Regeln für Konflikte.
- DATEV-Buchungsstapel: ein häufiges Ziel eines Mappings mit fest vorgegebenen Spalten.
Bezug zu unseren Leistungen
Das Datenmapping erstellen wir vor der Programmierung gemeinsam mit Ihnen. Es ist Teil des Festpreis-Angebots und bestimmt den Aufwand mit, siehe Was kostet eine Schnittstelle? Für Buchhaltungsdaten stimmen wir es mit Ihrer Kanzlei ab, etwa bei einer DATEV-Schnittstelle.
Häufige Fragen
Wer erstellt das Datenmapping?
Der Entwickler schlägt es vor, die Fachleute im Unternehmen geben es frei. Nur sie wissen, welche Konten, Kostenstellen oder Statuswerte gelten.
Passend dazu
Schnittstelle
Eine Schnittstelle verbindet zwei Systeme, damit sie Daten automatisch austauschen. Definition, Beispiel aus dem Alltag und Abgrenzung zu API und Middleware.
Bidirektionale Schnittstelle
Eine bidirektionale Schnittstelle tauscht Daten in beide Richtungen zwischen zwei Systemen aus. Erklärung, Beispiel, Konfliktregeln und Abgrenzung.
Was kostet eine Schnittstelle?
Kostentreiber, Kostenmodelle und Gesamtkosten über drei Jahre. Mit Checkliste für das Angebot.
